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Rücktransport von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Großbritannien zum Zwischenlager Isar genehmigt

Meldung

Stand: 20.12.2024

Rücktransport von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Großbritannien zum Zwischenlager Isar genehmigt

Die Genehmigung für einen Transport von aus Großbritannien zurückzunehmenden aus der von aus deutschen ist erteilt. Die Transportfirma Orano NCS GmbH hat nach Prüfung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung die Einhaltung aller dafür notwendigen Sicherheitsanforderungen nachgewiesen.

Genehmigt ist der Transport der auf einem Seeschiff und weiter auf der Schiene in maximal sieben Transport- und Lagerbehältern ab dem 01. März 2025 bis einschließlich dem 31. Dezember 2025. Wann und auf welchem Weg konkret der Transport stattfindet, stimmt die Antragstellerin insbesondere mit den zuständigen Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes sowie dem Eisenbahn-Bundesamt als zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde für den Schienentransport ab. Die Rücknahme der deutschen Abfälle ist völkerrechtlich verbindlich vorgegeben.

Aufbewahrungsgenehmigung für das Zwischenlager Isar liegt vor

Die Aufbewahrung der verglasten Abfälle im Zwischenlager Isar wurde vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung im April 2023 genehmigt. Auch nach der Rücknahme der sieben Behälter wird am Standort Isar die bereits genehmigte Zahl an Behältern für nicht ausgeschöpft. Im Zwischenlager Isar ist u.a. die Aufbewahrung von maximal 152 Behältern mit gestattet. Inklusive der Behälter mit den verglasten Abfällen werden dort nach aktueller Planung 28 Behälter mit weniger stehen als ursprünglich vorgesehen.

Hintergrund: Rücknahme der deutschen Abfälle

Die deutschen Energieversorgungsunternehmen hatten bis 2005 bestrahlte aus ihren  nach Frankreich (La Hague) und Großbritannien (Sellafield) zur transportiert. Die dabei entstandenen flüssigen Abfälle wurden anschließend in Glas geschmolzen und seitdem sukzessive nach Deutschland zurück transportiert. Aus Frankreich wurden die letzten dieser Abfälle im November 2024 zurückgenommen. Es befinden sich aber noch verglaste radioaktive Abfälle aus deutschen in Großbritannien, für deren Rücknahme zwei Transporte erforderlich sind. Der erste dieser beiden Transporte ist der jetzt genehmigte in das Zwischenlager Isar.

Seit dem Jahr 2005 ist die Lieferung von aus deutschen in die sogenannte  verboten. Stattdessen wurden die Atomkraftwerksbetreiber durch Änderung des  verpflichtet, die bestrahlten  in Zwischenlagern an den Standorten der Reaktoren zu lagern.

Warum Rücktransport nach  Niederaichbach?

Bis 2011 transportierten die Abfalleigentümer die radioaktiven Rückstände aus der  in das Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen. Dort stehen seither 108 Behälter mit verglasten radioaktiven Abfällen und damit bereits ein Großteil der insgesamt aus der  zurückzunehmenden Abfälle. In Gorleben befindet sich auch der einzige Standort, der in der Vergangenheit teilweise auf seine Eignung als  für  untersucht worden war. Diese geologischen Untersuchungen waren 2012 beendet worden, der Standort ist nicht mehr Teil der Endlagersuche nach dem .

Mit dem , das der Bundestag 2013 mit breiter Mehrheit verabschiedete, änderte der Gesetzgeber auch das : die verbliebenen verglasten Abfälle im Ausland sind demnach in Zwischenlagern an den Standorten der Kernkraftwerke aufzubewahren. Ziel war es, bei der ergebnisoffenen Suche nach einem  nicht den Eindruck zu erwecken, Gorleben sei als Endlagerstandort bereits festgelegt. 2015 verständigten sich Bundesregierung, Länder und Energieversorgungsunternehmen, die verbliebenen radioaktiven Abfälle in Biblis, Brokdorf, Niederaichbach ( Isar) und Philippsburg zwischenzulagern.

Bei Transporten von Kernbrennstoffen muss der Schutz der Bevölkerung an erster Stelle stehen. Dafür sind gültige Genehmigungen im Vorfeld und die Überwachung und der Schutz während des Transports wichtig. Die Genehmigung erteilt das BASE. Die Überwachung des Transports erfolgt durch die Sicherheits- und Überwachungsbehörden von Bund und Ländern.Der Kurzfilm erklärt Hintergründe des Transports, wer den Transport überwacht und warum das BASE gesetzlich verpflichtet ist, den Antrag der Energieunternehmen für den Transport von Castoren von Sellafield zu einem deutschen Zwischenlager zu prüfen. Ist die Prüfung erfolgreich abgeschlossen, muss eine Genehmigung erteilt werden. Gegenüber der im Film genannten Zahl sind aktuell nur noch 14 Castoren aus Sellafield zurückzunehmen, da im Jahr 2020 bereits 6 Castoren nach Deutschland zurückgenommen wurden.

Stand: 20.12.2024